Wilhelm Petersen 3. Symphonie

Wilhelm Petersen (1890–1957)

Seine Musik erklingt endlich wieder: Das Orchester des Hessischen Rundfunks plant die Einspielung des sinfonischen Werkes von
Wilhelm Petersen, dem Darmstädter Komponisten, dessen Leben und Werk ich 1996 in einer umfangreichen Monographie beschrieben habe. Ein Artikel im Darmstädter Echo vom 17.12.2021 beschreibt dieses Projekt:

Wilhelm Petersen Dritte Symphonie

Andreas Romberg Werkverzeichnis


Andreas Romberg (1767–1821)

Es ist endlich erschienen: das Werkverzeichnis von Andreas Romberg, fast 400 Seiten stark, mit über 600 Incipits. Am vergangenen Sonntag, dem 7. November wurde es der Öffentlichkeit vorgestellt. Zwei Violinsonaten des Komponisten (Franziska Hahn, Violine und Wolfgang Mechsner, Klavier) begeisterten das Auditorium mit ihrer Heiterkeit und Tiefe. Hier der Bericht der
Oldenburgischen Volkszeitung.

Andreas Romberg Werkverzeichnis

Dr. Klaus G. Werner und Wolfgang Mechsner


Hände aufs Klavier ...

Das Klavier, Klavierspielen, Klavierspieler tauchen immer wieder in der Literatur auf. Im Roman von David Goodis (1917–1967), Schießen Sie auf den Pianisten (Vorlage für den gleichnamigen französischen Filmklassiker der Novelle vague von François Truffaut) gibt es eine schöne Stelle, die eine Situation beschreibt, die jeder Klavierspieler kennt (und liebt):

»Du hast dich ans Klavier gesetzt, die Tasten angesehen, deine Hände angesehen. ‚Los, worauf wartest du noch?‘ hatte der Barkeeper gefragt. Du hast die Hände gehoben, und dann berührten deine Finger die Tasten. Es kam Musik heraus«


Der junge Charles Aznavour spielt im Film den Pianisten.

Die Seele des Klaviers

Die aktuelle Keyboards titelt es: "The Soul of Piano" und zeigt in mehreren Artikeln, wie immer wieder der ideale digitale Klaviersound gesucht wird. Das ist ermutigend, denn im Allgemeinen wird das Epiano oft als gleichwertiger Ersatz für ein Klavier gesehen. Und so liest beeindruckt, wie Klavierfirmen hier mit viel Empathie investieren, um - wie es etwa Dennis Pelz, der Produktmanager bei der GEWA DP-Serie formuliert:

" ... ein akustisches Instrument aus Holz und Stahl mit all seinen Facetten in
ein möglichst realistisches Digitalpendant zu überführen."

Vor einiger Zeit passierte mir folgendes: ich wurde von einer seriösen Institution als "Pianist" gebucht (Improvisationen zu einem Vortrag, eine schöne Idee, alles passte ...) Nur, als ich ein paar Tage vorher anfragte, was für ein Klavier da wäre kam die Antwort: Wir haben ein Epiano (es war alles wirklich sehr nett, und ich hatte allen Grund anzunehmen, dass die zumindest ein gestimmtes Klavier haben ..) Schluck ...

Der Abend ging so, aber es war die ganze Zeit ein Kampf mit dieser Imitation eines Klavierklangs. Und - eine Art Ironie des Schicksals: vor der Veranstaltung ging ich im Haus ein wenig spazieren und fand in einer Ecke ein großes sehr altes Klavier, völlig heruntergekommen. Ich spielte ein wenig mit den Kasten und aus den Tiefen dieses alten Korpus kamen Töne zu mir, vollkommen verstimmt wie verbeult, aber sie sprachen irgendwie zu mir .. . "Wie aus der Ferne längst vergang'ner Zeiten" aber sie sprechen und "resonierten" mich an.

Wer die neueste Keyboards liest, wird verstehen was ich meine. Das Epiano ist natürlich ein anderes Instrument, es ist ein fundamentaler Unterschied, ob ich einen Hammer an eine Seite schlage, oder ob ich einen Ton digital auslöse. Irgendwie fehlt auch der ganze Korpus des Instrumentes, dieser Klangkorpus, der den Spieler inspiriert, mit dem er kommuniziert.

Ich habe überhaupt nichts gegen gute Epianos, nur die Musik muss passen. Am liebsten sind mir dann gute Epiano- oder Rhodessounds, passt das sehr viel mehr. Das macht Spaß zu spielen und die Inspiration fließt.

Interessant eine Geschichte aus der Frühzeit von Synthis und Keyboards:. George Duke, der ja vom Jazzpiano kommt, erzählte, wie Frank Zappa in aufforderte sich mit dem Fender Rhodes zu beschäftigen. Duke wollte erst nicht, ließ sich dann aber durch das Argument überzeugen, dass man nun das Tasteninstrument in der Band endlich gut hören könne. George Duke wurde dann einer der ersten großen Keyboarder, der aber immer auch mit einem akustischen Flügel auftrat. In seinem letzten Intervies von 2010 – drei Jahre vor seinem Tod – sprach er noch mal darüber, dass er für einen Klaviersound immer ein akustisches Klavier bevorzuge, sprach aber sehr begeistert vom V-Piano von Roland. Müsste man mal spielen ...

Die kürzeste Geschichte des Klavierspielens

Das klassische Klavier, der Königsweg des Klavierspielens. Eintauchen muss man, ja sich mit Haut und Haar verschreiben dieser großen Tradition, die beginnt mit der Spiritualität der Bachschen Musik (Barock). Die abgelöst wird von der Klaviermusik gewordenen Philosophie des Deutschen Idealismus: dieser klingende Hymnus auf den seine Autonomität entdeckenden und sich an ihr freuenden Menschen (Klassik). Read More…