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Homepage von Wolfgang Mechsner

Meine Fundstücke

aus Büchern, Zeitungen, Zeitschriften und Netz …

Valentinslyrik …

… klassisch: 2012-02-15 Mi

Hallo Spatzi,
nur für dich,
für immer!
Dein Hase
In der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 14. 2. 2012

Paul Nizon 1962 über die Insel Giglio ..

.. jetzt traurig berühmt: 2012-01-31 Di

Das Schiff schlingerte bei der Überfahrt, hob und senkte sich. Tief stach der Bug in die Tiefen, ließ Wellen einschlagen und überfallen, dann hob er sich wieder steil empor. Das Fallen, Sichbäumen und wieder Fallen; und das Gefühl des Ungeheuren, bodenloser Wassermassen, grollender Tiefen, bereit uns zu verschlingen. (...)
Und blond ist die Insel. Vom Meer aus nichts als ein kraus ragender Felsenkopf, karg überwachsen von Büschen, Kakteen, Ölbäumen, Thymian, Rosmarin, Reben.
Im Journal 1962 -1972, S. 27f

Noch einmal Emerson in seinem Essay über Montaigne

2012-01-26 Do

Die Unzulänglichkeit der menschlichen Kraft ist der verbreitete Kummer junger, begeisterungsfähiger Menschen. Sie werfen der göttlichen Vorsehung eine gewisse Knauserigkeit vor. Sie hat jedem ihrer Kinder Himmel und Erde gezeigt und es mit einer Sehnsucht nach dem Ganzen erfüllt, einer wilden grenzenlosen Sehnsucht, einem Hunger gleich dem des Weltalls, mit Planeten gefüllt zu werden, einem Notschrei gleich dem des Teufels nach Seelen. Und was die Erfüllung der Sehnsucht betrifft, so wird jedem Menschen täglich nur ein Tropfen verabreicht, ein Tautropfen Lebenskraft – ein Becher so groß wie der Weltraum und nur ein Tropfen Lebenswasser darin.

Adorno

zitiert aus dem Buch Die Leichtigkeitslüge von Holger Noltze: 2012-01-23 Mo

Das Schöne gerade nicht – was die subjektive Ästhetik lehrt – eine 'einfache Vermittlung' sondern komplex, also nicht auf einen Spruch reduktibel. Verweis auf meine Bestimmung als Kraftfeld. Ästhetik hat diesen Prozess zu begreifen, nicht das Schöne auf einen einfachen Begriff zu bringen.

Ernst Jünger

[Das nenne ich schreiben können]:

Sanduhren - der Leser wird die Stimmung kennen, in der ein Gegenstand, gleichviel ob wir uns täglich seiner bedienen oder ob wir ihn nur flüchtig erblicken, ansprechend wird. Das ist der Anfang jeder Neigung und jedes Sammlertums. Wir beginnen uns in den Gegenstand zu vertiefen und dringen in ihn ein. Er offenbart uns seine Geheimnnisse, und wenn wir Geduld haben, werden wir finden, daß ein Geheimnis dem anderen folgt. Die kleinste Blume hat ja Verwurzelungen im Unendlichen, und unsere Neigung ist es, die sie entdeckt. Das Unscheinbare ist nur Verschleierung.
Ähnlich ging es mir mit den Sanduhren ...
Aus dem schönen Ernst-Jünger-Lesebuch von Heinz Ludwig Arnold 2012-01-17 Di

Ralph Waldo Emerson über Michel de Montaigne

Würde man diese Worte anschneiden, sie würden bluten, denn sie sind voll mit Blutgefäßen und Leben. (6. 12. 2011)

Julien Green Über Olivier Messiaen

Hörte eine Improvisation von Messiaen. Musik, von der man sagen könnte, sie sei nach dem Ende der Welt komponiert. Sie ist von ungeheuerlicher Schönheit, eröffnet riesige Höhlen, durch die Flüsse fließen, in denen haufenweise Edelsteine glitzern. (3. 11. 2011)

Der 16jährige Ray Charles zum 14jährigen Quincy Jones

Every music has its own soul, Quincy. It doesn't matter what style it is, be true to it.
(30.08.2011, aus der Autobiographie von Quincy Jones von 2001)

Mark Twain:

Die Vorurteile eines Professors nennt man Theorie.
Professorenschelte macht einfach Spaß – Dazu ein Satz von George Bernard Shaw, gefunden im Buch Der Meister und seine Schüler von George Steiner (30. 7. 2011):
Wer kann, tut; wer nicht kann, lehrt.

George Steiner

Ein Zitat von George Steiner aus dem wirklich sehr inspirierenden und anregenden Buch von Holger Noltze Die Leichtigkeitslüge:
Eine musikalische Komposition ist bedeutungsgeladen. Suchen wir aber diese Bedeutung zu artikulieren, sie mit Worten zu umschreiben, dann ist das Ergebnis entweder unbestimmt metaphorisch oder von verzweifelter Banalität. (..) Für viele von uns kommt sie der Vermittlung möglicher Nähe des Transzendenten näher als jedes andere menschliche Geschehen. (20.04.2011)

Wer hätte das gedacht?

Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung halten die Förderung von Klassik und Oper für eine wichtige Aufgabe in unserer Gesellschaft. So die Umfrage der Bertelsmann Stiftung. Link (26. 2. 2011)

Edward W. Said

Aus dem wunderbaren Buch von Edward W. Said Musik ohne Grenzen über seinen Freund Daniel Barenboim und dessen Wirkung auf ihn, wenn dieser musiziere: (29. 3. 2011)

Letztlich hat man das Gefühl, sich des eigenen Menschseins, seiner Liebe und Sterblichkeit stärker bewusst zu werden durch ein ästhetisches Erlebnis,das mittels eines wunderbar modellierten Klangs die Zuhörer mit anderen verbindet, mit anderen Ichs, anderen Musiken, anderen Äußerungen und Erfahrungen.
Hier eine Rezension des Buches von mir.

Franz Liszt

(17. 2. 2011) Aus dem Vorwort von Alfred Brendel zum tollen Buch von Ernst Burger: Franz Liszt. Die Jahre in Rom und Tivoli:

Gewaltige Mengen von Zigarren werden geraucht und nicht wenige Cognac getrunken. Was durch den Nebel durchscheint, ist Liszts Güte.

Ned Rorem …

(8. 2. 2011)…(wir spielen ihn am 20. Februar in Osnabrück):

The minute [artists] stop being children, they stop being artists.

Francis Bacon über das Lesen:

Einige Bücher muss man nur kosten, andere verschlingen und einige wenige durchkauen und verdauen.

Habe ich aus dem alten Bestseller über das Lesen von Mortimer J. Adler: Wie man ein Buch liest. Tolles Buch, und es macht einem Lust zu lesen.. (gibts bei Zweitausendeins) (5. 2. 2011)

Die Leichtigkeitslüge

(5. 2. 2011) Natürlich muss man lesen, muss man drüber reden: Die Leichtigkeitslüge, das neue Buch von Holger Noltze. Infos z.B. auf der Website der Körberstiftung.

Zettelkästen

(25. 1. 2011) Ich mag das einfach, zu schmökern darin und darüber, wie sich Wissen sozusagen indiviualisiert in Zettelkästen aller Art: die Seite von Daniel Lüdecke. Mein Favorite ist natürlich der Orgmode.

Jean Paul II

(15. 1. 2011) Jean Paul (zit. nach Rolf Vollmann):

Nie vergeht einem die Zeit schneller als wenn man todt ist

Jean Paul I

(6. 1. 2011) Nach langer Zeit wieder in den Händen: das Buch über Jean Paul von Rolf Vollmann: Das Tolle neben dem Schönen. Jean Paul. Ich war schon mal begeistert, bin es nun wieder: sicher die anzündenste einführende Lektüre zu Jean Paul, den unbegleitet zu lesen, schwer fällt.

Vollmanns zielsichere Hand für die richtigen Zitate machen es einem leicht, in die zauberhaft-verrückte-kluge Welt von Jean Paul einzutauchen …

Brigitte Kronauer

(4. 1. 2011) Aus der Vorbemerkung von Brigitte Kronauers neuem Buch Favoriten - eben über ihre in der Literatur:

Man liebt das Aroma ihrer Literatur wie eine angenehme Brise, egal, ob andere sie überhaupt wahrnehmen oder ablehnen. Man schmeckt seine Lieblinge, süß, bitter, am besten beides zugleich, und traut unbeirrt dieser Empfindung: hin und wieder bis zu glühender Parteilichkeit.

E.L. Doctorow

(2. 1. 2011) Zwei Fundstücke aus dem schönen Feuilleton der Nr. 1 ZEIT: (E.L. Doctorow):

Aber nichts von dem, was Sie darin gelesen haben, habe ich geplant, es hat sich wohl so ergeben. So ist das Schreiben: Sätze generieren andere Sätze. Sie müssen das Buch leben und atmen lassen. Das Buch sagt Ihnen, was es möchte.

Alfred Brendel:

Immerhin soll man Musik ja genießen. Ich zitiere gerne Max Born, der an Einstein schrieb: Im Menschen sind Gefühl und Verstand unheilvoll vermischt. (...) Aber in einem Kunstwerk ist diese Verbindung erhebend und beglückend. Das ist einer der wichtigen Unterschiede von Kunst und Leben.

Blaise Pascal

(19. 12. 2010) Ein Zitat von Blaise Pascal, leicht abgewandelt aus dem beeindruckenden Film Von Menschen und Göttern

Niemals tut man so vollständig und so gut das Böse, als wenn man es mit gutem Gewissen tut.

Jaron Lanier

(16. 12. 2010) Ich gestehe ja: meine neue Website ist irgendwie angestoßen worden von dem neuen Buch von Jaron Lanier Gadget. Warum die Zukunft uns braucht. Lanier ist einer Pioniere der "virtuellen Realität" und es ist sehr aufrüttelnd, was er über die Gefahren einer drohenden Entwicklung schreibt. Ein paar Zitate, die Appetit machen sollen (und natürlich ist das eine Buchempfehlung!):

'Was ist eine Person?' Wenn ich das wüßte, könnte ich möglicherweise in einem Computer eine künstliche Person programmieren. Aber das kann ich nicht. Denn eine Person ist keine bloße Formel, sondern ein Suchen, ein Mysterium, ein Glaubenssprung.
Ich empfinde es als äußerst befremdlich, daß alte Freunde aus der Welt der digitalen Kultur den Anspruch erheben, die wahren Söhne der Renaissance zu sein, und nicht erkennen, daß der Einsatz des Computers zur Verringerung der individuellen Ausdrucksmöglichkeiten ein primitives, rückschrittliches Unterfangen ist, ganz gleich wie verfeinert die dabei eingesetzten Werkzeuge sein mögen.

Date: 2012-02-15

Author: Wolfgang Mechsner

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