Meine Tools fürs Ebook-Schreiben

Selbstgemachtes schmeckt besser …

Es gibt eine Menge TexteApps (Word & Co), die die Herstellung eines Ebooks im *.epub und *.mobi Format implementiert haben. Mir gefällt aber »Selbstgemachtes« einfach besser: Man hat mehr Gestaltungsmöglichkeiten, auch finde ich die Einbindung dieser Menge an Notenbeispielen »händisch« leichter. Dieses Buch hat mich inspiriert und mir zum Einstieg sehr geholfen: Michael Kofler: Markdown & Pandoc.

Mein Workflow

Ich schreibe die erste Fassung mit Markdown-Tags in Scrivener. Dann kompiliere ich diese Fassung als Klartext. Diese Endfassung bearbeite ich mit einem Markdown-Editor, kompiliere die Datei dann mit Pandoc in das Ebook-Format. Mit Calibre gibt es dann die Umwandlung und Nachbearbeitung ins Kindle-Format.

Meine Apps

Editoren

  • Scrivener ist ein geniales Autorentool mit zahlreichen Ausgabemöglichkeiten (PDF, LaTeX, Word, Ebook usw.), welches auch ausgezeichnete Möglichkeiten einer Recherchedatenbank liefert. In Scrivener erstelle ich den Text (mit Markdown-Tags) allerdings nur bis zur Endfassung, diese kompiliere ich in das Markdown-Format. (Die eigentliche Ausgabe ins Zielformat erfolgt dann später mit Pandoc. S.U.)
  • Die Endfassung des Textes in Markdown bearbeite ich mit meinem Liebling Emacs.

Notenbeispiele

Auch hier bevorzuge ich – die an LaTeX angelehnte – Quelltextsprache von LilyPond. Der Editor Frescobaldi ist ein großartiges Tool, um mit LilyPond besser umgehen zu können.

Sprache und »Übersetzer«

  • Markdown ist eine Art Quelltextsprache, die – im Gegensatz zum komplexeren LaTeX – sehr schnell zu erlernen ist. Mit Hilfe von
  • Pandoc, einer Art »Übersetzer«, kann ich dann den Text ins gewünschte Format – zunächst ins *.epub-Format – kompilieren.
  • In Calibre exportiere ich schließlich den Text ins Kindle-Format *.mobi.

Sonstiges

  • Mit Affinity Designer stelle ich das Titelblatt her.
  • DevonThink ist ein wunderbares Tools für Informationsmanagement.
  • Und natürlich mein Dreh- und Angelpunkt: Orgmode, das geniale Tool für Emacs.

Neugierig geworden auf diese wunderbare »wordlose« Welt? Dann klick dich mal durch die Links!

Die kürzeste Geschichte des Klavierspielens …

(Aus meinem Ebook Klavier kompakt 4)

Das klassische Klavier, der Königsweg des Klavierspielens. Eintauchen muss man, ja sich mit Haut und Haar verschreiben dieser großen Tradition, die beginnt mit der Spiritualität der Bachschen Musik (Barock). Die abgelöst wird von der Klaviermusik gewordenen Philosophie des Deutschen Idealismus: dieser klingende Hymnus auf den seine Autonomität entdeckenden und sich an ihr freuenden Menschen (Klassik). Die Romantik, das Zeitalter des Klavierspielens überhaupt: die sehn – süchtige Auslotung jeden Winkels und jeder Tiefe der menschlichen Seele. Schließlich das Klavier in der Moderne: das über sich selbst hinaus greifen wollende Subjekt in der Musik der Moderne … Das klassische Klavier sich zu erarbeiten bietet dem Studierenden einen Mikrokosmos aller Facetten des Menschlich-Musikalischen seit dem Barock.

Das Klavier im Salon, in der Bar, in der Kneipe … Komponisten waren oft gute Pianisten und natürlich auch Musikanten, die immer wussten um die Musik als Quelle des Vergnügens: zum Tanze spielend, die Empfindsamkeit der Seele streichelnd … . Franz Schubert in seinen Freundeskreisen, Frédéric Chopins Walzer im Salon: das 19. Jahrhundert brachte dann eine Fülle an »Salonmusik« hervor. Später dann George Gershwin am Broadway, Eric Satie in Pariser Bars, diese Tradition des Barpianos … »Man müsste Klavier spielen können …«

Das Klavier in der Neuen Welt. Das 20. Jahrhundert entdeckte das perkussive Potential des Klaviers (Béla Bartók, Igor Strawinsky), im Ragtime Piano wurde es manifest. So kam das Klavier in die Rhythmusgruppe der Jazzcombo, um sich jedoch immer wieder zu emanzipieren: im Solospiel der Jazzpianisten, die immer wieder den Bogen zur großen Musik spannen konnten.

Ein alter – immer ein bisschen heruntergekommener – Freund des Jazzklaviers ist das Bluesklavier … ein Klavierspielen gänzlich ungekünstelt, auf eine besondere Weise »ungekonnt«, verpflichtet nur der Authentizität der Aussage .. mit seinem exzentrischen Cousin, dem Boogie-Woogie Klavier, laut-stark ohne Ende gute Laune verbreitend .. und du brauchst eine linke Hand wie ein Bohrhammer …

The Pianoman .. Weg von der Kompliziertheit des Jazz: Einfache Akkorde ohne Septen, als Hinzufügung höchstens mal eine None, hin und wieder einen Susakkord (Spiel einen B-Dur Dreiklang über einem C in der linken Hand: das ist einer), aber mit dem Groove des Blues, der sich zum Rock verwandelt.

Daraus entstand diese heute so ungemein populäre Form des Pop-Klaviers. Musiker wir Billie Joel und vor allem Elton … Ja, Elton John hat in einer gewissen Weise dieses Rock-Pop-Piano erfunden. Seine Pop-Balladen inspirieren immer noch unzählige Balladen dieser Art, ja ihr Sound und Tonfall bestimmen den heutigen Klaviergeschmack überhaupt ..